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Een klaute Klock un luter Lögen

Originaltitel: Wer immer lügt, dem glaubt man auch

Farce von Kay Szacknys. Ins Plattdeutsche übertragen von Heino Buerhoop

Zum Stück

In der altehrwürdigen „Fleischerei Stieglitz“ geht’s rund. Alfred, langjährige Stütze des wursthaltigen Familienbetriebes, hat den eingeheirateten Schwiegersohn Daniel nicht nur im Verdacht der Veruntreuung. Er ist überzeugt, dass der schnöselige Erbschleicher seine goldene Uhr, ein Geschenk des verstorbenen Firmenchefs, gestohlen hat.

Gemeinsam mit dem Gehilfen Theo, der den alkoholgetrübten Intellekt Alfreds fast überbietet, bricht er in Daniels Wohnung, gegenüber der Fleischerei, ein. Die beiden platzen dabei in ein außereheliches Techtelmechtel des „Chefwürstchens“ Daniel mit der jungen Fitness-Trainerin Agnes, deren körperlichen Stärken die geistigen weit überragen.

Zudem erscheint der pingelige Buchhalter Bieder, alarmiert über falsche Bilanzen und lockt Daniel damit gerade vor dem Side-Step vom Bett ins Büro. Als Gertrud, Daniels Schwiegermutter und leidenschaftliche Operettensängerin, hereinschneit, kommen nicht nur die beiden „Einbrecherwürstchen“ in Erklärungsnot und behaupten, die Wohnung zu renovieren. Sie setzen damit ein Karussell von Verwirrungen in Gang, das nicht mehr aufzuhalten ist und legen eine Notlüge nach der anderen ins Geschehen.

Gertrud hält Agnes für die neue Putzfrau, während diese Gertrud für eine Verrückte wähnt. Als Daniels Frau Charlotte mit verwirrtem Chakra plötzlich auftaucht, trifft sie auf Agnes, die zwischenzeitlich zur „Gesangslehrerin“ geworden ist, was wiederum bei der Tochter Merle-Marie zu Ungereimtheiten führt. Die Fleischer und ihr Chef ziehen notgedrungen an einem Strang, denn jeder hat den anderen in der Hand: Eine ohnmächtige Geliebte im Schrank, Alfred und Theo werden vorübergehend ein schwules Pärchen, der verstorbene Firmenchef ist plötzlich nicht mehr Charlottes Erzeuger, genauso wenig wie Daniel der von Merle-Marie ist.

Und der Buchhalter ist durchaus nicht so harmlos wie es scheint. Und was hat der durchtriebene Daniel mit der Asche und dem Geld des Verstorbenen gemacht? Dazu fehlt auch immer noch Alfreds gestohlene Uhr.

Eine turbulente Verwechslungskomödie mit einem wirren Geflecht aus Unwahrheiten. Zwischen Pansen, Würsten und Sülze werden die absurdesten Lügen durch den Fleischwolf gedreht, bis schließlich die vielleicht nur halbe Wahrheit ans Tageslicht kommt.

Personen

Getrrud Stieglitz
60 Jahre, Witwe, Hausfrau

Charlotte Stieglitz
40 Jahre, Tochter des Hauses

Daniel Stieglitz
40, eingeheiratet und neuer Inhaber

Agnes Kruse
Ende 20, etwas einfältige Fitness-Trainerin

Alfred
Ende 50, Meister, Mitarbeiter seit Gründung der Firma

Theo
25 - 30, seinem Meister Alfred treu ergeben

Helmut Bieder
Buchhalter der Firma

Merle-Marie Stieglitz
ca. 20 Jahre, unterdrückte Tochter

Bühnenbild

Ein Appartement mit einem französischen Bett in der Mitte der Bühne. Rechts hinten eine gläserne, schemenhaft durchsichtige Eingangstür, rechts vorn an der Seite die Tür zur Küche. Vorn links die Zimmertür zu Marie, dann ein großer Schrank, dann die Tür und das Fenster zum Balkon. Hinter dem Balkonfenster ist ein riesiges Firmengebäude mit der Leuchtreklame „Fleischerei Stieglitz“ zu sehen.

Zwischen Balkonfenster und Bett ist die Tür, die zum Badezimmer führt. Über dem Bett hängt ein Ölgemälde. Es zeigt das ansehnliche Porträt eines älteren Herrn, der eine Fleischerschürze  trägt und ein blutiges Beil in der drohend erhobenen rechten Hand hält. Der goldene Rahmen ist mit einem Trauerflor oben links geschmückt.

Rechts unterhalb des Gemäldes befindet sich ein kleines Regalbrett, auf dem eine riesige Urne mit Kreuzemblem aufgestellt ist. Neben dem Bett jeweils ein Nachtschränkchen, auf dem rechten ein Telefon. Das gesamte Appartement sollte einen etwas gewollt noblen Designer-Look haben.

Leseprobe

Für dieses Stück steht Ihnen eine Leseprobe als PDF-Datei zum Anzeigen bzw. zum Download zur Verfügung.

Bestellinformationen

Besetzung:4w 4m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 120 Min.

Plattdeutsche Fassung

Erschienen bei:Theaterverlag Karl Mahnke,Große Str. 108, Postfach 1507, 27265 Verden / Aller Link zum Verlag:www.mahnke-verlag.de E-Mail:info@mahnke-verlag.de

Hochdeutsche Fassung

Erschienen bei:Thomas Sessler Verlag GmbH, Johannesgasse 12, A-1010 Wien Link zum Verlag:www.sesslerverlag.at E-Mail:office@sesslerverlag.at