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Eenmal Bali un trüch

Originaltitel: Einmal Bali und zurück

Komödie von Bernd Spehling. Ins Plattdeutsche übertragen von Heino Buerhoop

Zum Stück

Wie wär’s, hätten sie nicht Lust, auf einem Kreuzfahrtschiff in spannender, ja sogar abenteuerlicher Atmosphäre den Hauch der großen weiten Welt zu erleben? Für Ludwig van Ballheim, Kapitän auf der “M.S. Luxor”, ist dies Routine, auch wenn es bei seiner Vorliebe für hübsche Frauen und Champagner nicht gerade danach aussieht; denn in Wahrheit führt Gerd Staumann, zuverlässiger 1. Offizier, die Geschicke der Seefahrt an Bord.

In froher Erwartung der - aus Sicht des Personals längst überfälligen - Frühpensionierung des van Ballheim begibt man sich also auf eine letzte große Fahrt von Bremerhaven nach Bali. - Und zurück! Doch als sich der werte Herr Kapitän in einem der Rettungsboote wieder mal mit einem weiblichen Passagier vergnügt,werden beide, wegen einer längst überfälligen Rettungsübung auf hoher See, aus Versehen zu Wasser gelassen.

Infolge einer -wie sollte es anders sein- unglücklichen Verkettung ebenso unglücklicher Umstände fehlt natürlich beim Einholen der Boote das Boot mit dem bis dahin noch recht vergnügten Kapitän und seiner Begleiterin. Eine Panik an Bord eines ohne Kapitän geführten Schiffes muss natürlich unter allen Umständen vermieden werden.

So fällt dem 1. Offizier nichts Geistreicheres ein, als ausgerechnet Sigi, einem Landstreicher, der die Reise inklusive 1000,- Euro Taschengeld bei einer Tombola gewonnen hat, den Passagieren als Kapitän unterzujubeln.

Doch die Turbulenzen beginnen erst jetzt so richtig; denn Sigi, der inmitten der feinen Gesellschaft anfangs allenfalls geduldet war, genießt sichtlich das Ansehen, vor allem aber die beachtliche Wirkung einer Kapitänsuniform – und lässt natürlich das Publikum an diesem lustigen Genuss kräftig teilhaben.

Doch wird das Schiff seinen Hafen erreichen? Wird der echte Kapitän mit seiner charmanten Begleitung und seinem Rettungsboot überhaupt jemals irgendetwas erreichen? Und was treibt Sigi so alles mit der ihm ausgelieferten Besatzung? Seien Sie gespannt ... !

Personen

Kapitän Ludwig van Ballheim
ca. 50 Jahre alt. Hatte in der Jugend eine Affäre mit Sabine Hübner. Überlässt die Führung des Schiffs gerne dem 1. Offizier und widmet sich gutem Champagner und den Damen an Bord.

Gerd Staumann
ca. 40 Jahre alt. 1. Offizier an Bord. Diszipliniert, übernimmt meist die Geschicke an Bord.

Roger Schönfeld
ca. 35 Jahre alt. Barkeeper an Bord in der “Columbus-Bar”, weiß alles und falls nicht, hat er dennoch für alles eine Erklärung.

Frau Dr. Ilse Zapf
ca. 45 Jahre alt. Bordärztin. Wird zu ihrer Verärgerung vom Personal überwiegend “Zäpfchen” genannt.

Gernot Hübner
ca. 50 Jahre alt. Passagier.

Sabine Hübner
ca. 45 Jahre alt. Gattin von Gernot. Kennt den heutigen Kapitän noch aus ihrer Jugendzeit.

Siegfried Engel
ca. 50 Jahre alt. Landstreicher, genannt “Sigi”, aus Berlin stammend. Hat die Kreuzfahrt inklusive 1.000,- Euro Taschengeld zufällig bei einer Tombola gewonnen. Genießt entsprechend sichtlich sowohl das spießbürgerliche als auch das zuweilen lustige Treiben an Bord.

Mechthild Wachberg
ca. 45 Jahre alt. Eine Dame des an Bord mitreisenden Kegelclubs “Einer steht immer”.

Trude Gerolfsen
ca. 55 Jahre alt. Eine Dame des an Bord mitreisenden Kegelclubs “Einer steht immer”.

Edelgard Müller
ca. 70 Jahre alt. Etwas schwerhörig, eine Dame des an Bord mitreisenden Kegelclubs “Einer steht immer”.

Bühnenbild

Die “Columbus–Bar” auf dem Kreuzfahrtschiff “Luxor”. Hinten rechts der Tresen, dahinter ein Bullauge. Rechts die Tür zum Oberdeck. Links eine Tür, u. a. zum Restaurant. Hinten links die Tür zu einem Teil der Kabinen. Über dieser Tür ist ein Schild angebracht “Zu den Kabinen 220 – 300”.

Rechts neben dieser Tür ein weiteres Bullauge. Über der linken Tür ist ein Schild “Restaurant / Fitnesscenter / Kino” angebracht. Vor dem Tresen stehen vier Barhocker.

Der Tresen sollte mit diversen Getränkeflaschen andeutungsweise ausgestattet sein. Evtl. könnten dahinter auch Regale mit entsprechenden alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken – auch zeichnerisch – angedeutet werden.

Hinter dem Tresen ist, für das Publikum deutlich lesbar, das Schild “Columbus–Bar” angebracht. Vorne links steht ein kleiner tiefer Tisch mit drei kleinen Sesseln.

Leseprobe

Für dieses Stück steht Ihnen eine Leseprobe als PDF-Datei zum Anzeigen bzw. zum Download zur Verfügung.

Bestellinformationen

Besetzung:5w 5m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 120 Min. Erschienen bei:Reinehr-Verlag, In den Gänsäckern 9, 64367 Mühltal Link zm Verlag:www.reinehr-verlag.de E-Mail:info@reinehr-verlag.de