Amadeus, jüngst in Rente; Befindet sich mit Ehefrau Ellen und Schwägerin Marie unfreiwillig in einer Fasten-Kur. Trotzig hortet er Schokoladenriegel unter dem Bett und drückt sich mit fantasievollen Ausreden vor der Gymnastik. Seine Schwägerin, mit der Amadeus schon mal verlobt war, spioniert ihm hinterher und fängt wegen diesem und jedem Streit mit ihm an.
In diese Situation platzt Markus, der typische „Kurschatten“-Typ. Er soll mit Amadeus Zimmer und Bett teilen, wovon Amadeus überhaupt nichts hält. Er wird also immer garstiger zu allen, auch weil Markus mit seinem Charme so einen Erfolg bei den Frauen hat. Und das mit dem „irgendwas nicht stimmt“, tut seine Frau als eifersüchtiges Geschwätz ab. Amadeus muss sich wegen seines misstrauischen und aufsässigen Verhaltens zusammen mit Ellen und Marie einer „Therapiesitzung“ stellen. Die strenge Sanatoriumsleiterin, Frau Dr. Schnabel, will mithilfe eines Rollenspiels „verkrustete Strukturen aufbrechen und nicht verarbeitete Gefühle an die Oberfläche holen“. Aber da ist sie bei Amadeus gerade an der richtigen Adresse. Amadeus hat sich inzwischen auf die Fährte von Markus gemacht und überführt diesen am Ende tatsächlich der Hochstapelei – zu spät allerdings für die Damen!
Amadeus Motzer
Ellen Motzer
seine Ehefrau
Marie Schmand
Schwester von Ellen
Schwester Monika
Frau Dr. Schnabel
Markus Junghans
Ein Doppelzimmer in einem Kursanatorium. Links hinten ist ein kleiner Durchgang, der zur Zimmertür führt. Links an der Wand kann eine Regalwand stehen. Vorne links ein kleiner runder Tisch mit zwei Stühlen. Der Raum wird bestimmt durch ein Doppelbett (mit einer großen Bettdecke – eventuell nur Holzelemente, auf die eine Matratze gelegt wird – Stoffüberwurf) mit links und rechts kleinen Ablagen. An der rückwärtigen Kulisse ist ein Fenster mit Vorhängen bis zum Boden. Rechts geht eine Tür ins Badezimmer. Einzelne Kleinmöbel und Pflanzen können beliebig arrangiert werden. Ein Umbau zum Vertragsraum und Büro von Frau Dr. Schnabel sollte schnell erfolgen können.
Besetzung:4w 2m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 90 Minuten Erschienen bei:Deutscher Theaterverlag, Grabengasse 5, Postfach 200263, 69469 Weinheim Online bestellen:www.dtver.de E-Mail:theater@dtver.de