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Dat Eten steiht in't Kaakbook, Schatz!

Originaltitel:  Das Essen steht im Kochbuch, Schatz

Komödie von Regina Harlander. Ins Plattdeutsche übertragen von Heino Buerhoop

Zum Stück

Albert Moosner hätte eigentlich allen Grund zur Freude: Seine Mutter Waltraud, die nach einem allergischen Schock ins Koma fiel, ist wieder aufgewacht. Der Gesundheitszustand der alten Dame ist äußerst erfreulich, nur hat sie nicht die geringste Ahnung, dass seit ihrem unfreiwilligen Zusammenstoß mit einer Horde Wespen drei Jahre vergangen sind.

Und genau hier setzen Alberts Probleme an, denn in der Zwischenzeit hat sich so einiges in seinem Leben geändert. So ging kürzlich nicht nur seine Ehe mit Hausfrau Gerlinde in die Brüche, er befindet sich mittlerweile auch wieder in „festen Händen“.

Bei seiner neuen Flamme handelt es sich pikanterweise um niemand geringere, als um jene Paartherapeutin, die Exfrau Gerlinde einst für die Lösung der gemeinsamen Eheprobleme konsultierte. Während Albert also gerade mit Wonne seinen „zweiten Frühling“ genießt, badet die verlassene Gerlinde hingebungsvoll im Liebeskummer. Doch mit Waltrauds Erwachen werden die Karten neu gemischt.

Albert kann sich nämlich nicht dazu durchringen, seiner sittenstrengen Mutter seinen Seitensprung und die daraus folgende Scheidung zu gestehen! Der Not gehorchend, gibt es für ihn also nur eine Lösung: Gerlinde muss ihm helfen, die Veränderungen in seinem (Liebes-) Leben bis auf Weiteres vor seiner Mutter zu verheimlichen.

Sein Plan ist eigentlich simpel: Albert will Waltraud verschweigen, dass die Zeit drei Jahre vorangeschritten ist und dort anknüpfen, wo ihre Erinnerung endet. Für die gutmütige Gerlinde bedeutet das nichts weniger, als dass sie ihrer Ex-Schwiegermutter gegenüber noch einmal die Rolle der glücklichen Ehefrau spielen soll und zwar so lange, bis Albert den Mut findet, der Mutter die Wahrheit zu gestehen.

Und so halten nicht nur ihr Verflossener, ihre hochschwangere Tochter Christine und die reichlich kapriziöse Schwiegermutter bei Gerlinde Einzug, sondern auch Alberts neue Herzensdame Sylvia, die sich kurzerhand als Krankenpflegerin in das „harmonische“ Miteinander einschmuggelt. Als sich Gerlinde zu allem Überdruss einen vermeintlichen Callboy ins Haus bestellt, Kater Kalli für ihren neuen Lebensgefährten gehalten wird und bei Tochter Christine plötzlich die Fruchtblase platzt, ist das Durcheinander perfekt!

Personen und Einsätze

Gerlinde Moosner (263)
frisch geschieden, leidet noch unter der Trennung, gutmütig und sehr hilfsbereit, Alter ca. 50 Jahre

Albert Moosner (206)
Gerlindes untreuer Exmann, erlebt gerade seinen „Zweiten Frühling“, passendes Alter

Christine (73)
beider Tochter, erwartet in Kürze ihr erstes Kind, Mitte bis Ende 20

Franz (98)
Gerlindes Vater, verwitwet, unterstützt seine Tochter wo er kann, ein „Original“

Sylvia (50)
Alberts neue Freundin und zugleich Gerlindes ehemalige Paartherapeutin, stets sehr verständnisvoll, etwas abgehoben, ca. 20 Jahre jünger als Gerlinde

Rita (150)
Gerlindes beste Freundin, steht ihr treu zur Seite

Rainer Tofall (82)
ein Versicherungsvertreter, durch den es zu zahlreichen Missverständnissen kommt, Alter beliebig, im Idealfall nicht mehr ganz jung

Waltraud (50)
Alberts Mutter, ist nach drei Jahren aus dem Koma erwacht; resolutes Auftreten, vertritt altmodische Ansichten

Sowie im 3. Akt eine männliche Stimme aus dem Off (2)

Bühnenbild

Dargestellt wird das Esszimmer im Hause Moosner. Die Bühne hat insgesamt zwei Aufgänge. Eine Tür an der Bühnenrückseite kennzeichnet den Zugang zum Hausflur und somit auch ins Freie. Eine Zimmertür auf der rechten Bühnenseite führt zu weiteren Wohnräumen, wie beispielsweise der Küche. Auf der linken Bühnenseite befindet sich ein Fenster, das geöffnet werden kann.

Die Ausstattung wirkt freundlich, der Gesamteindruck ist ordentlich und sauber.

Notwendige Einrichtungsgegenstände: ein Tisch mit Sitzgelegenheiten sowie ein Sideboard etc. als Aufbewahrungsmöglichkeit und Abstellfläche für Requisiten.

An der Wand der Bühnenrückseite befindet sich (wenn darstellbar) ein etwas hellerer Fleck in der Größe eines Wandbildes. Weitere Ausstattung bzw. Dekoration nach Belieben.

Benötigte Requisiten sind gegebenenfalls beim jeweiligen Auftritt mit angegeben.

Hinweis

Für die Anmeldung und GEMA-Pflicht der Musikeinspielung/en ist die Theatergruppe selbst verantwortlich.

Leseprobe

Für dieses Stück steht Ihnen eine Leseprobe als PDF-Datei zum Anzeigen bzw. zum Download zur Verfügung.

Bestellinformationen

Besetzung:5w 3m Zeit:Gegenwart Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de