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De Froons van Killing oder Annette, us Maikönigin, schall leven

Originaltitel: Die Frauen von Killing oder: Lang lebe Annette, die Weinkönigin

Eine schwarze Komödie von Norbert Franck. Ins Plattdeutsche übertragen von Heino Buerhoop

Zum Stück

Im kleinen Örtchen Killing ist die Welt in Ordnung. Die Frauen von Killing finden das jedenfalls. Obwohl 49 ihrer Männer vor 6 Jahren bei einem tragischen Busunglück während einer Kegeltour ums Leben kamen. Man trifft sich, tröstet sich und gestaltet die einsamen Stunden miteinander. Momentan werden alle Kräfte eingesetzt, um einen Chorabend auf die Beine zu stellen.

Mitten in diese Scheinidylle platzt die Nachricht vom Tod der von allen Frauen nicht gut gelittenen Annette Schmählich und ihrem ominösen Lottogewinn van 23,5 Millionen Euro, der zunächst fälschlicherweise der Tippgemeinschaft der Frauengruppe zugeordnet wird.

Es stellt sich aber heraus, dass Annette heimlich noch einen zweiten, gleichen Schein gespielt und der gewonnen hat. Die Frauen beschließen, das Geld trotzdem für ihre Tippgemeinschaft zu reklamieren und zu kassieren. Dazu muss aber zuerst die Leiche van Annette verschwinden und für sie ein Ersatz her, der das Geld in Empfang nehmen kann!

Die Tote landet schließlich in der Kühltruhe des Bürgermeisters, und Annettes Schwester Greta soll deren Platz einnehmen und das Geld kassieren. Ein perfekter Plan, der allerdings ins Wanken gerät, als Kommissar Haas plötzlich im Ort auftaucht, um noch einmal in der Angelegenheit Busunglück zu ermitteln. Die Frauen van Killing geraten unter Zugzwang.

Wird Haas ihren Traum vom großen Geld zunichte machen?

Personen und Einsätze

Die Frauen

Annette Schmählich (30)*

Greta Groczicz (70)*

Susanne Gundelach (156)

Liesel Böhmer (74)

Thea Koch (93)

Esther Koballa (51)

Yvonne van Swattbarg (91)

Die Männer

Roger Beernboom (90)

Sepp Swieger (51)

Bodo Hühnlein (60)

Kommissar Dietrich Haas (80)*

Edwin Steenmann (33)*

*Hinweis zur Besetzung/Doppelrollen

Annette Schmählich und Greta Groczicz als Schwestern können gut von einer Spielerin gespielt werden, oder es sollte sonst mit gleichen Perücken die Ähnlichkeit der Schwestern dargestellt werden.

Edwin Steenmann und Kommissar Dietrich Haas

Bühnenbild

Es gibt diverse Handlungsplätze in diesem Stück, zu denen ein schneller Wechsel möglich sein sollte, damit keine unnötig langen Pausen entstehen. Bei einer großen Bühne kann man zwei Schauplätze gleichzeitig nebeneinander platzieren und durch Licht entsprechend aktivieren.

Bei einer kleinen Bühne sollte man auf jeden Fall noch einen Nebenschauplatz außerhalb haben, den man vielleicht mit der einzigen Konstante, den Gemeindesaal, in dem die Gesangsproben stattfinden, belegt.

Bei der Uraufführung haben die Akteure nur mit den allernötigsten Requisiten und Möbeln
gearbeitet, um die Szenen darzustellen und einen schnellen Wechsel zu garantieren. Bei kurzen Umbauten könnte man nach Belieben kleine Musiktrailer einspielen, um das Publikum abzulenken.

Letzteres fühlt sich auch durch eine gut organisierte „Umbau-Choreografie“ bestens unterhalten und ist gespannt, was da gerade wieder Neues entsteht.

Es gibt sechs verschiedene Szenarien:

Hauptbild: der Gemeindesaal

Nebenbilder:

- das Verhörzimmer
- den Bioladen
- Annettes Wohnung
- Pastor Hühnleins Wohnküche
- Parkbank.

Bei Platzmangel auf der Bühne könnte man Verhörzimmer und Parkbank als Nebenschauplätze ebenfalls auslagern. Gerade der unmittelbare Wechsel zwischen Gemeindesaal und Verhörzimmer wäre wichtig und damit gewährleistet.

Gesang
Vorgesehen sind hier Queen-Lieder. Optimal wäre es, wenn die Akteure als Queen-Fans die
Gesangsparts live und im Chor singen würden. Die Chorsätze sind im Internet erhältlich. Die
Songs können aber auch als Playback eingespielt werden, auf das die Akteure begleitend
mitsingen.


Denkbar wäre auch, dass die Gesangsparts komplett durch andere Musik ausgetauscht
werden, falls eine Theatergruppe da andere Vorlieben oder ein anderes Gesangsrepertoire hat.

Anderer Vorschlag (Heino Buerhoop) zu den Liedern:

    1. „Dat du mien Leevsten büst ...“
    2. Roland Kaiser: „Manchmal möchte ich schon mit dir ...“
    3. Roland Kaiser/Maite Kelly: „Warum hast du nicht nein gesagt ...“


Um den Chor aufzufüllen, könnten die „Geister hinter der Bühne“ mit einspringen und je zum Ende des Liedes „unauffällig verschwinden“.

In jedem  Fall ist die Theatergruppe selbst dafür verantwortlich, die notwendigen Aufführungsrechte für die gewählten Musikstücke zu erwerben.

Leseprobe

Für dieses Stück steht Ihnen eine Leseprobe als PDF-Datei zum Anzeigen bzw. zum Download zur Verfügung.

Bestellinformationen

Besetzung:7w 5m oder 6w 4m mit Doppelrollen Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 120 Minuten Erschienen bei:Plausus Theaterverlag, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn Link zum Verlag:www.plausus.de E-Mail:info@plausus.de