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Nich mehr blind, dank Enkelkind

Originaltitel: Nicht mehr blind, dank Enkelkind

Eine geistreiche Komödie von Wolfgang Bräutigam. Ins Plattdeutsche übertragen von Heino Buerhoop

Zum Stück

Bankdirektor Franz Heinzmann glaubt, das Recht für sich gepachtet zu haben. Als Familienoberhaupt führt er ein streng konservatives Regiment. Seine gesamte Familie leidet unter der Art von Franz, neben Ehefrau Gisela vor allem Tochter Susanne. Da sie nicht den von ihrem Vater auserwählten reichen Ehemann heiraten wollte, hat er ihr vor Jahren die Koffer vor die Tür gestellt, ohne zu wissen, dass sie von ihrer Jugendliebe schwanger ist. Sohn Lukas ist das Lieblingskind des Vaters, da er erfolgreich im Beruf und auch „glücklich“ verheiratet ist.

Anlässlich der Familienfeier zum runden Geburtstag von Franz kommt Sohn Lukas mit „Nochehefrau“ Melanie zu Besuch. Gisela hat als Überraschung die verlorene Tochter eingeladen. Diese bringt als Geschenk ihr mittlerweile 10-jähriges Kind mit, auf das aber Opa Franz erst noch vorbereitet werden muss.

Einer seiner besten Freunde, Fleischermeister Georg Becker, hat ein vermeintliches Verhältnis mit seiner Frau. Und das aus reinem Eigennutz. Er will ein Grundstück der Familie Heinzmann, um seine Fleischerei vergrößern zu können. Auch der Postbote Hansi Flink macht sich Hoffnungen bei Gisela, nachdem diese an Silvester mit ihm ein Glas Sekt getrunken hat. Obwohl er noch bei seiner Mutter wohnt, lässt er keine Gelegenheit aus, um mit seinen Kundinnen anzubandeln.

Bevor am Sonntag die Familienfeier steigen kann, feiert Franz mit seinen Kegelbrüdern seinen runden Geburtstag. Dabei erleidet er einen Herzinfarkt, der ihn ins künstliche Koma zwingt. Nach seiner Rückkehr ins traute Heim trifft er auf die beiden Liebhaber seiner Frau und auf seine Tochter mit Enkelkind.

Doch eigenartigerweise kann er nicht mit seinem Moralschwert einschreiten. Aufgrund seines bisherigen irdischen Lebens müsste er direkt in die Hölle. Doch er bekommt von oben noch eine letzte Chance, sein Leben zu ordnen.

Dazu wird ihm vom Schutzengel Michael(a) zunächst als Geist auf Erden gezeigt, was er für ein unbeliebter Erdenbürger ist. Er muss mit ansehen und anhören, wie die Leute wirklich über ihn denken und reden. Er muss seine Frau zurückgewinnen und sich bei seiner Tochter und dessen Jugendliebe für das ihnen angetane Unrecht entschuldigen.

Seiner geliebten Schwiegertochter muss er eine Lehre erteilen, da diese sein Testament verschwinden lassen will und auch seine Frau erpresst. Und er muss endlich einsehen, dass Opasein ein Geschenk Gottes ist.

Nur zu dumm, wenn man als Geist nur von Personen gehört und gesehen wird, die man noch nicht enttäuscht hat. Aber dann bekommt er doch eine irdische Hilfe bei der Familienzusammenführung. Wird es ihm gelingen, sein irdisches Leben in Ordnung zu bringen? Für wen entscheidet sich seine Frau? Nimmt er seine Tochter samt neuem Partner und seine Enkeltochter zu Hause auf? Wie geht er mit der Scheidung seines Sohnes um? Wie kommt er mit der untreuen Lieblingsschwiegertochter klar?

All das wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

Personen

und Einsätze:

Franz Heinzmann
Bankdirektor, rechthaberischer Herr des Hauses, 60 Jahre (179 Eins.)

Gisela Heinzmann
dessen Ehefrau, Hausfrau, rund zehn Jahre jünger als Franz (150)

Susanne Heinzmann
Tochter von Franz und Gisela, ca. 30 Jahre (100)

Daniela
Kind von Susanne, Schülerin, ca. zehn Jahre (85)

Lukas Heinzmann
Sohn von Franz und Gisela, ca. 30 J. (81)

Melanie Heinzmann
Frau von Lukas, ca. 28 Jahre (89)

Lena Maurer
Freundin von Lukas, ca. 30 Jahre (30)

Georg Becker
Fleischereibesitzer, ca. 60 Jahre (65)

Sebastian Schumann
Schulfreund von Susanne, ca. 30 J. (55)

Michael(a)
Schutzengel, beliebiges Alter (79)

Hansi Flink
Postbote, ca. 40 Jahre alt (71)

Hinweis: Der Text wurde für eine Daniela verfasst. Sollte ein Junge die Kinderrolle spielen, wäre dies entsprechend anzupassen, ebenso beim Alter, das hier zunächst mit zehn Jahren angegeben ist.

Bühnenbild

Geteilte Bühne, rechts Wohnzimmer, links Esszimmer, abgetrennt durch einen Mauerabriss und eine Tür.

Wohnzimmer mit Schrank als Garderobe, in dem sich zwei Personen verstecken können; Esszimmer, jeweils mit entsprechender Einrichtung, rechts ein Telefon.

Vom Esszimmer aus eine Tür in die Küche. Im Wohnzimmer von Mitte links ein Abgang von außen und Mitte rechts einer in die Schlafräume. Rechts eine Tür ins Gästezimmer.

Im Wohnzimmer ein Glasschrank oder Regal mit wertvollen Sammlerstücken z.B. Hummelfiguren, Modellbauten o.ä. Im Wohnzimmer ein Spiegel oder Whiteboard zum Beschriften und eine Kommode / Sideboard mit Familienfotos (Fotos der Akteure).

Leseprobe

Für dieses Stück steht Ihnen eine Leseprobe als PDF-Datei zum Anzeigen bzw. zum Download zur Verfügung.

Bestellinformationen

Besetzung:4/5 w, 5/6 m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 120 Min. Erschienen bei:Wilhelm-Köhler-Verlag, Rauschbergstr. 3a, 81825 München Link zum Verlag:www.wilhelm-koehler-verlag.de E-Mail:office@wilhelm-koehler-verlag.de