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Nix as Arger vör de Wahl

Originaltitel: Der Wahlkrampf

Lustspiel von Wilfried Reinehr. Ins Plattdeutsche übertragen von Heino Buerhoop

Zum Stück

Wilhelm Haberkorns Wiederwahl als Bürgermeister steht an. Er ist jedoch amtsmüde. Seine Frau organisiert für ihn den Wahlkampf, weil sie keineswegs als „Frau Bürgermeister“ zurücktreten will. Haberkorns Gegenkandidat Johannes Tölpel von der Opposition versucht seinerseits, mit allen Mitteln Bürgermeister zu werden. Dabei schreckt er vor nichts zurück.

Er verbündet sich mit dem reichen Bauunternehmer Möhlmann, der mit seinem Geld manch schmutzigen Trick finanziert. Schließlich entdecken sie einen Doppelgänger des Bürgermeisters, einen Pennbruder mit verblüffender Ähnlichkeit. Jetzt nimmt eine üble Geschichte ihren Lauf. Der echte Bürgermeister wird entführt und von Tölpels Tochter im Keller gefangen gehalten.

Der Doppelgänger wird als Bürgermeister ins Rathaus gesetzt. Er hat die Aufgabe, den echten Bürgermeister bei den Wählern unmöglich zu machen, so dass dieser keine Chancen bei der Bürgermeisterwahl hat. Möhlmann finanziert das Unternehmen und trifft bereits Absprachen mit Tölpel für die Zeit nach der Bürgermeisterwahl. Es kommt jedoch alles anders. Karin Haberkorn, des Bürgermeisters Töchterlein und Thomas Tölpel, Sohn des Gegenkandidaten, lieben sich. Thomas deckt dann auch die Machenschaften auf.

Zum Schluss wird keiner der beiden Kandidaten Bürgermeister. Haberkorn hat sein Ziel erreicht, er ist „Pensionär“. Tölpel hat durch seine Machenschaften jeden Anspruch auf das Amt verwirkt. In dieser Situation wird Thomas Tölpel Bürgermeister. Frau Haberkorn ist versöhnt, denn nun kann ihre Tochter „Repräsentieren“, denn die beiden heiraten. Für viel Aufregung und Lacher sorgen die aufgeregte Frau Mager, die schwerhörige Sekretärin im Rathaus und der trottelige Amtsdiener.

Personen

Wilhelm Haberkorn
Bürgermeister. Er möchte sich vor der Wiederwahl drücken, doch seine Frau organisiert seinen Wahlkampf. Er ist ein amtsmüder, aber ehrlicher, gutmütiger und aufrichtiger Mann, ca. 50 Jahre

Wilhelm Lampe  (Doppelrolle mit Wilhelm Haberkorn)
Er ist ein Pennbruder, der dem Bürgermeister verblüffend ähnlich sieht (er wird vom gleichen Schauspieler dargestellt). Haberkorns Gegner benutzen ihn, um dem echten Bürgermeister eins auszuwischen.

Elise Haberkorn
Frau von Wilhelm Haberkorn. Sie ist resolut, ehrgeizig und geltungsbedürftig. Sie will ihrem Mann unbedingt die Wiederwahl sichern, um selbst eine „Respektsperson“ als Frau Bürgermeister zu sein. Im Alter passend zu Haberkorn

Karin Haberkorn
Tochter der Haberkorns. Sie hat den Charakter vom Vater, ist ehrlich, fröhlich und zuverlässig, ca. Anfang 20.

Johannes Tölpel
Haberkorns Gegenkandidat. Er will mit aller Macht Bürgermeister werden, dazu ist ihm jedes Mittel recht. Er schreckt vor Tricks und Betrügereien nicht zurück, um sein Ziel zu erreichen. Alter um die 50.

Klara Tölpel
seine Tochter. Sie unterstützt ihren Vater und ist eine skrupellose junge Dame. Um ihren Vater auf den Bürgermeisterstuhl zu helfen, ist sie zu allem fähig. Alter 20 - 30

Thomas Tölpel
Tölpels Sohn. Er ist aufrichtig und ehrlich, das Gegenteil von seiner Schwester. Thomas Tölpel und Karin Haberkorn sind ein Paar, Allter 20 – 30 J.

Möhlmann
skrupelloser Bauunternehmer. Er ist ein reicher Bauunternehmer, der Haberkorns Wiederwahl verhindern will, weil dieser bei seinen Grundstücksspekulationen und windigen Geschäften nicht mitspielt. Möhlmann ist zu jedem unredlichen Geschäft bereit, wenn es ihm etwas einbringt. Kann 40 – 60 Jahre alt sein.

Emil Flachmann
Der Ratsdiener im Rathaus ist ein einfältiger Kerl, der alles glaubt, was man ihm erzählt. Im Grunde ist er seinem Dienstherrn treu ergeben, gerät jedoch immer wieder in zwiespältige Situationen. Allter zw. 40 – 60 J.

Amanda Nagel
Sekretärin im Rathaus. Sie ist dem Bürgermeister treu ergeben, alllerdings etwas schwerhörig, weshalb sie manches falsch versteht. Die Rolle kann in jeder Altersklasse gespielt werden, wenn die Schwerhörigkeit glaubhaftig gespielt dargestellt wird.

Martha Mager
nörgelnde Bürgerin, die ständig im Rathaus erscheint, um sich zu beschweren. Sie ist in mittleren Jahren, darf etwas dürr sein und kann hässlich geschminkt werden. Sie ist vom Temperament her stets in Aufregung, auch wenn es gar keinen Grund gibt.

Bühnenbild

„Nix as Arger vör de Wahl“ ( Nichts als Ärger vor der Wahl /  Der Wahlkrampf ) spielt im Arbeitszimmer des Bürgermeisters von Lütthusen. Links, halb schräg nach vorne gerichtet. steht ein wuchtiger Edelholz-Schreibtisch, dahinter ein „Chefsessel“. Die Wände können holzvertäfelt ( Tapete) oder wie Einbauschränke gestaltet sein. Aktenordner gibt es nicht, wohl aber können Bücher in einem Regal stehen, Blumen sollten das Zimmer schmücken, Gemälde die Wände zieren.

Für Besucher gibt es eine Sitzecke. Der ganze Raum sollte gediegen wirken, wie ein Chefzimmer. An der Rückwand ist eine Tür zum Vorzimmer der Sekretärin. Rechts ist die Tür für den allgemeinen Auftritt von außen. Man kann sowohl durch die hintere Tür ( Vorzimmer ), als auch durch die rechte Tür den davorliegenden Flur bzw. Ausgang erreichen. An der linken Wand, hinter dem Schreibtisch, befindet sich ein Fenster, aus dem man den Platz vor dem Rathaus einsehen kann. Das Büro liegt in einem oberen Stockwerk des Rathauses.

Leseprobe

Für dieses Stück steht Ihnen eine Leseprobe als PDF-Datei zum Anzeigen bzw. zum Download zur Verfügung.

Bestellinformationen

Besetzung:5w 5m Zeit:Gegenwart Spielzeit:ca. 140 Min. Erschienen bei:Reinehr-Verlag, In den Gänsäckern 9, 64367 Mühltal Online bestellen:www.reinehr-verlag.de E-Mail:info@reinehr-verlag.de